Fulda. Fuldas Liberale wollen mit einem Antrag die Stadtverordneten gewinnen, dass sie den Weg frei machen, damit die Stadt dem Netzwerk "Via Regia – Große Kulturstraße des Europarates" beitritt. Einem Netzwerk dem schon die Interessengemeinschaft Löherstraße angehört. Mit ihrer geografischen Lage und historischen, wie kulturellen Bedeutsamkeit habe die Stadt die Möglichkeit als Mitglied des Netzes ihre Bedeutung für das Standortmarketing und dem Kulturtourismus besser auszuschöpfen, argumentiert FDP-Fraktionsvorsitzender Michael Grosch.
Die VIA REGIA wecke darüber hinaus das Interesse an Frankreich, Spanien, Polen, der Ukraine und Litauen - den Ländern durch die die Via Regia führt - und trage dazu bei, Vorurteile ab- und Kontakte aufzubauen, so Grosch.
Darüber hinaus wollen die Liberalen mit einer kleinen Anfrage an die Stadt in Erfahrung bringen, ob und welche Stadtteile Fuldas dem Regionalforum Fulda Südwest beitreten können. Seit 2008 wirkt der Verein als „lokale Aktionsgruppe“ im Rahmen des LEADER¹-Förderprogrammes der Europäischen Union und begleitet Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Das LEADER-Programm zielt auf die Stärkung des ländlichen Raumes durch eigenständige Entwicklung und auf den Ausgleich von Strukturschwächen und sei somit geeignet die städtischen Ränder Fuldas zu stärken, glaubt Grosch.
Um ganz Handfestes geht es den Liberalen in ihrem Antrag ein Vergabekonzept zu erstellen, welches städtische Aufträge an Architekten, Notare, Rechtsanwälte und Ingenieure gleichmäßig verteilt. Denn allzu häufig habe man als Außenstehender den Eindruck, die Vergabe erfolge nicht nach sachlichen Gesichtspunkten, sondern scheint subjektiv geprägt zu sein. Durch die Aufstellung einer sachlich sinnvollen Vergabeliste soll diesem Eindruck entgegengewirkt werden, erklärt FDP-Fraktionsvize Helge Mühr. Mit der Realisierung dieses Antrages werde Transparenz hergestellt und schaffe für die Vergabe zudem einen sinnvollen Leitfaden.
Um die regionale Wirtschaft zu stärken, wollen die Liberalen die Auftragsvergabe bezüglich städtischer Planungsmaßnahmen (Stadt- und Verkehrswegeplanung), soweit rechtlich zulässig, bevorzugt an regionale Unternehmen zu übertragen. Aufträge an auswärtige Unternehmen habe die Stadt, nach dem FDP-Antrag, künftig dezidiert zur begründen.
Peter Wolff, Ortsvorsitzender der FDP Fulda und deren Pressesprecher
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