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Ein Hundeleben ist nicht schön in Fulda - FDP gegen neue Restriktionen Drucken E-Mail
Fulda. Völlig unvermittelt überraschte der Magistrat in der vergangenen Woche hunderte von Hundehalter. In den beiden städtischen Freilaufzonen (an der Fulda bei Johannesberg und vom Wertstoffhof bis nach Horas) konnten bislang Hundebesitzer ihre Vierbeiner frei umhertollen lassen. Zwar war auch dies nicht immer frei von Konflikten, da spielende Hunde mitunter auch die kreuzenden Fahrradwege R1 und R2 zu "ihrem Reich" erkoren – aber seit letztem Freitag ist ihr Freilaufrevier auf diesen Fahrradweg beschränkt worden. "Quasi über Nacht", so Fuldas FDP-Vorsitzender Peter Wolff, selbst Besitzer einer sieben Monate alten Colliehündin, wurden Zusatzschilder angebracht, die es den Hunden nun untersagen die landwirtschaftlich genutzten Flächen zu betreten und sie ausdrücklich auf den Weg (also auch dem Fahrradweg) beordern.

hund1x.jpg Zum einen entspräche dies keineswegs artgerechter Haltung, so Wolff, zum anderen wären dies ausschließlich Wiesen, die ein oder zwei Mal im Jahr gemäht würden. Und dieses Heu müsse nicht zwangsläufig als Tierfutter verwendet werden, glaubt der FDP-Vorsitzende, es könne auch kompostiert werden. Zumal auch freilaufende (Wild-) Tiere ihre Hinterlassenschaften auf diesen Wegen ablegen. Es handelt sich also keinesfalls um Getreide oder Gemüse. Vermutlich erhalten die Bauern ohnehin eine staatliche oder europäische Förderung dafür, dass sie die Wiesen stehen lassen, glaubt Wolff.

hund2x.jpg "Dennoch ist es ein Unding, dass die Stadt die vielen Hundert Hundebesitzer nicht vorher über diese Maßnahme aufklärt, noch ob sie befristet ist und ihnen mit keiner Silbe entsprechende Ausgleichflächen anbietet." Die Freilaufflächen sind durch diese Maßnahme auf einen gefühlten Promillebereich geschrumpft, so Wolff.

Und dass die Hunde nun auf den Fahrradweg verbannt werden ist neben der Reduzierung der Fläche vor allem ein potenzieller Konfliktherd, mit ängstlichen Spaziergängern, eiligen Radfahrern und spielenden Hunden, vermutet der Liberale. Dabei sei es neben der Erziehung gerade die natürliche Umgebung, die Hunde zur Sozialisation und zum artgerechten Verhalten ermutigt. "Entweder die Schilder kommen wieder Weg, der Bauer kompostiert das Heu, oder die Stadt stellt stadtnahe Ersatzflächen zur Verfügung", fordert Wolff. "Hunde sind keine Cash-Cow", die man durch die dieswöchige Erhöhung der Hundesteuer, rsp. deren Halter, wieder einmal zur Kasse bittet, die man aber ansonsten aus dem Stadtbild verbannen möchte. "Dabei sei es unstrittig, dass Tierhaltung zum Wohlbefinden der Bürger beiträgt und somit die Gesellschaft auch Vorteile aus ausgeglichenen und gesunden Menschen zöge", so Wolff.

 
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